Die deutsche Wehrmacht legte in den 1930er-Jahren ein eigenes Beschaffungsprogramm fr Diesellokomotiven auf. In mehreren Leistungsklassen sollte die deutsche Fahrzeugindustrie einfache und standartisierte Lokomotiven bauen, die vor Geschtzzge und im Bauzugeinsatz der Pioniere verwendet werden sollten.
Die kleinste geforderte Klasse war eine zweiachsige Lok mit einer Leistung von etwa 145 kW und dieselhydraulischer Kraftbertragung. Der Antrieb auf die beiden Radstze erfolgte mittels Blindwelle und Kuppelstangen. Es gab mehrere unterschiedliche Bauformen, die sich hauptschlich in ihrer Lnge und der Gre des Fherstandes unterschieden uns anfangs als V20 beziehungsweise V15, V16 und V22 gefhrt wurden. Die Wehrmacht beschaffte ca. 125 Maschinen dieser Typen. Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben bei der DB 25 Stck der Bauart V20, die DR hatte vier Maschinen in ihrem Bestand. Die DB liess auch noch mehrere hnliche Lokomotiven (V15 bis V22), die sich in den Bestnden befanden, aufarbeiten, mit neuen MaK-Motoren ausrsten und bezeichnete sie danach ebenfalls als V20. Whrend die DR-Maschinen vor der Einfhrung der EDV-Nummern ausgemustert wurden, erhielten 31 Bundesbahnloks noch die neue Baureihenbezeichnung BR 270. In den 1970er-Jahren verschwanden die kleinen Loks, die vorwiegend leichte Rangieraufgaben zu erfllen hatten.

Quelle: Typenkunde deutscher Diesellokomotiven, Stefan Alkofen, transpress Verlag